Wenn die Hoffnung stirbt …

Warum ich weine? Ich weiß es nicht wirklich. Es gibt so viele Gründe – wie soll ich sie alle aufzählen? Ich weine wegen der Ungerechtigkeit auf der Welt. Ich weine um die Menschen, die sterben, weil sie nicht genug hatten, sei es Medizin, sei es Liebe, sei Familie, Essen oder Geld. Ich weine um die Menschen, die im Kampfe sterben, um andere sicher zu wissen. Ich weine um die Menschen, die starben, weil sie ihren eigenen Kopf hatten. Ich weine um die die nicht leben können, weil sie „anders“ sind. Ich weine um die Hoffnung, die nur dahinzuschwinden droht. Wenn sie einmal weg ist, wird sie nicht wiederkommen. Nicht wenn alle Menschen sie losgelassen haben.

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Den Ausgang zu finden scheint einfach. Aber hindurchzugehen, in etwas, das man nicht kennt und etwas, von dem man nicht weiß, ob es echt oder Illusion ist, das ist schwer.

Ich weine, weil ich nicht mit mir klar komme. Ich weine, weil ich nicht weiß, wie ich mich selbst lieben soll. Ich weine, weil ich so viele Fehler mache und nichts richtig scheint. Ich weine um die Leute, die mich kennenlernen mussten, weil ich sie enttäuscht habe und wenn noch nicht, dann werde ich es noch tun. Ich weine um Probleme, die ich versucht habe – mit meinen Entscheidungen, meiner Persönlichkeit, meiner Selbst. Ich weine, weil ich die Hoffnung verloren habe und alleine nicht mehr finde.

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So viele Türen, so viele Entscheidungen, die im Leben zu treffen sind. Und nach einiger Zeit sind es so viele Türen, dass wir nicht einmal wissen, welche wir zurückgehen müssten, um von vorne anzufangen. Es ist unmöglich.

Da ist ein schwarzen Lock, es saugt und es fordert unablässig. Es lässt mich nicht in Ruhe. Einmal kam es in mein Leben und mal ist es stärker und mal nicht. Es nennt sich Hoffnungslosigkeit.

Auf welche Hoffnungen setze ich denn? Das ich ein erfülltes, glückliches Leben leben werde? Das es dort draußen jemanden gibt, der sich um mich sorgt und kümmert? Das dort draußen jemand ist, der zu mir passt, zu mir gehört? Das ich mal heiraten werde? Das ich mal eine Familie habe? Setze ich darauf, dass ich, ich ganz allein, etwas ändern kann? Ich – ein kleiner Mensch, unbekannt und fremd für so viele Menschen. Wie soll ich da etwas ändern in der weiten Welt.

Wenn die Hoffnung stirbt, kommt der Zweifel. Der Zweifel frisst dich auf, dein Leben, dein Schaffen. Und dann kommt die Hoffnungslosigkeit, zieht dich in ein nichts und baut darauf, dass niemand dich dort unten findet, so lange, bis dein Leben endet.

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Und passt man nicht auf, sieht das Leben bald wie ein Scherbenhaufen aus. Alles zusammen, ohne das man weiß, ob Teile fehlen, weil man nichts mehr zusammensetzen kann.

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